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Spielfeld

Der Ort Spielfeld hat 942 Einwohner (lt. letzter Volkszählung 1991) und weist eine Gesamtfläche von 1.011 ha auf. Davon sind 84 ha ertragsfähige Weinbaufläche. Diese Fläche teilen sich 24 Nebenerwerbsweinbaubetriebe und 22 Vollerwerbsweinbauern, die sich auf die Weinproduktion spezialisiert haben. Nicht alle diese Betriebe produzieren jedoch eigenen Wein. Einige verkaufen ihre Trauben, haben einen Buschenschank, der zu einer zünftigen Jause nach einer Wanderung durch die gepflegten Weingärten einlädt und vermieten Privatunterkünfte als Urlaub am Bauernhof.

Man findet hier unterschiedliche steile Weinberglagen und verschiedenste Bodenstrukturen, die eine Vielfalt an Rebsorten bedingen. Es gedeihen hier bei uns herrliche Weißweine wie der frühreife Müller-Thurgau (Riesling/Sylvaner), der fruchtige Welschriesling, aber auch exzellente Sorten wie der Muskat-Sylvaner (Sauvignon blanc), Morillon (Chardonnay), weißer Burgunder (Pinot blanc), Ruländer oder grauer Burgunder (Pinot gris), Traminer und Muskateller. Wiederentdeckt hat man als "Sorte" den "Altsteirischen Mischsatz". Diese Art Wein war früher weit verbreitet. Die Anlagen wurden gemischt ausgesetzt und die verschiedenen Rebsorten zugleich gelesen und gemeinsam gekeltert. Heute gibt es nur noch wenige alte gemischte Lagen, und die Weine daraus wurden auf Kosten reinsortiger vernachlässigt. Jetzt besinnt man sich wie in so vielen Bereichen auf Althergebrachtes, und darf feststellen, dass diese vorzüglich munden.

Eine Besonderheit in unserem Weinbaugebiet sind sicher die vielen Pappeln, die die Hügellandschaft krönen und dem Weinland südlichen Charakter verleihen. Diese Pappeln hatten früher den alleinigen Zweck als Blitzableiter zu dienen.

Weiters fällt der Klapotez auf, der als slowenisches Erbe gilt. Das slowenische "klapotati" heißt klappern und verrät schon die Aufgabe dieses Windrades: Es soll die Stare aus den Weingärten vertreiben, sobald die Trauben zu reifen beginnen. Deshalb wird der Klapotez erst am Jakobitag (25. August) in Betrieb gesetzt und mit dem Martinstag (11. November) wieder stillgelegt.

Der steirische Klapotez hat 8 Windflügel und Klöppel, die auf ein Klangbrett schlagen. Der slowenische Kapotez hingegen nur 6. Die Klöppel können aus verschiedenem Holz gefertigt sein; das Klangbrett jedoch muss aus Kirschholz sein. Nur dieses erzeugt neben den hörbaren Tönen auch Schwingungen im Ultraschallbereich, die die Vögel abhalten sollen, sich an den reifen Trauben zu ergötzen. Der Gebrauch des Klapotez geht sicher bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Es gibt einen Hinweis in der Literatur, wonach für die französischen Soldaten während der Napoleonischen Kriege der lärmende Klapotez abgestellt werden musste, um eine ungestörte Nachtruhe zu gewährleisten.

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